Newsletter 01 – 2017

 1 / 2017
Liebe Kunden,

auch vor uns macht die Erkältungswelle nicht halt. Wie in Ihrem Arbeitsumfeld bzw. Bekanntenkreis wahrscheinlich auch, wurden wir von Husten, Schnupfen, Heiserkeit erfasst – daher erscheint unser erster Newsletter 2017 auch leider mit fast zweiwöchiger Verspätung. Wir hoffen dennoch, das Sie gut nach 2017 gekommen sind und freuen uns, dass Sie uns die Treue halten. Während im Dezember die Temperaturen dann doch eher mild (im Schnitt 4,5 °C) mit wenig Eiszeit waren, orientierte sich der Januar eher in Richtung Nullpunkt mitsamt Frost, Schnee und Co. In unserem letzten Newsletter hatten wir ja über das schwierige (Kartoffel-)Jahr 2016 berichtet, was sich unserer Meinung nach 2017 nicht wiederholen braucht. Daher hoffen wir – ganz nach   dem Motto: Neues Jahr, neues Glück -auf ein ordentliches, ertrag- und geschmackreiches Jahr.

Die vergangenen Wochen hatten es gleich doppelt in sich: Neben den Erkrankungen und den damit verbundenen Beeinträchtigungen unserer Logistik, stellte die Wettersituation eine  Herausforderung für die Bestückung unserer Ökokiste dar. Zeitgleich bei uns, der Region Niederrhein, aber auch in Westfalen und fast ganz Deutschland UND beinahe einmalig auch in Frankreich, Spanien und Italien gab es Frost, teilweise geschlossene Schneedecken und brachten Lieferengpässe und auch Preisexplosionen mit sich. Bei uns betraf das den Feldsalat, Grünkohl, Rosenkohl und Porree. Aber auch die Salate, Spinat, Brokkoli (über den wir im nächsten Newsletter berichten werden) und auch z.T. die Zitrusfrüchte waren oder sind betroffen. Wenn wir sonntags Spazieren gingen, konnten wir staunen, wie oft der Blumenkohl es doch nochmal geschafft hatte, das dritte Mal war dann zu viel, aber der Minarett hat es erstaunlich gut vertragen. Da wir ja unsere  Gewächshäuser und Folientunnel nicht heizen, hat auch die mittägliche Sonne nicht gereicht, um den Feldsalat zu ernten, daher kommt der zu Zeit meist von unseren Kollegen Milou und Bernd Tönnessen in Bornheim, die große beheizte Gewächshäuser haben. Da wird es dann eben auch mal rüben- und knollenlastiger mit Rettich, Steckrübe und Sellerie. Passenderweise haben aber unsere niederländischen Kollegen aus der Region von „De Waog“ eine größere Partie Süßkartoffeln/Bataten anzubieten, sodass der regionale Anteil trotzdem überwiegt, was uns ja immer sehr wichtig ist. Wir möchten auch immer wieder um Verständnis bitten, dass manchmal kurzfristig Sachen ausgetaucht werden und/oder manchmal auch fehlen (hierauf weisen wir ja auch extra in unseren AGB bzw. dem „So funktioniert das Gemüse-Abo ‚Ökokiste'“ hin). Aber das soll Ihnen Ihre Ökokiste ja auch vermitteln: Den Bezug zum Anbau und, ich nenne es mal „Echten“, wo eben nicht Alles konfektioniert und austauschbar, unbegrenzt verfügbar und anonym ist. Sie können gewiss sein, dass wir ganz schön „rödeln“ um die Waage dazwischen jeden Tag neu finden, damit sie im Normalfall so wenig wie möglich mitbekommen und Ihre Bestellungen auch so gepackt und geliefert werden.

In diesem Sinne: Bis bald,

Inhalt dieser Ausgabe: Vom Feld // Palmöl – oder: Die Suche nach der eierlegenden Wollmilchsau // Kundeninformation // Wir suchen Verstärkung // Biosybaris Clementinen // Termine

Vom Feld

von Heinrich Hannen

Zurzeit sind wir in der Landwirtschaft meist 6 bis 8 Menschen, die in etwas reduzierter Arbeitszeit bei Temperaturen über Null noch Porree, Rosenkohl, Feldsalat und kleine Mengen Grünkohl  ernten. Und einige Bünde Salatrauke, Petersilie und Salbei, auch Postelein und ein wenig Schnittsalat  können wir noch sammeln. Wenn dann der Frost zuschlägt wird Chinakohl und Sellerie geputzt, oder es werden Möhren  gewaschen und Kartoffeln sortiert. Natürlich muss sich im Winter mehr um die Schafe und Hühner gekümmert werden, da sie noch einige Gemüseabfälle (wie aussortierte Möhren u.  Chinakohl) und Heu zu gefüttert bekommen.

Es werden auch schon Gewächshausflächen mit Frühjahrskulturen,  wie Schnittsalat,  Asiasalat und Salatrauke bepflanzt. Anfang des Winters wurden auch noch die Hochstammbäume (Apfel-, Birnen- und Zwetschgenbäume) beschnitten und zum Teil wird der Schnitt jetzt erst eingesammelt und dann auch geschreddert und als Mulch an vielen Stellen des Hofes wieder verwendet. Auch die Anzucht der Tomatenpflanzen und einiger Kräuter geht jetzt los. Mit den Auszubildenden gibt es die ein oder andere Ausbildungsbesprechung für die im Sommer ja oft die Zeit fehlt. Im März hoffen wir geht es dann richtig wieder los mit dem Aussäen und Auspflanzen der ersten Frühjahrskulturen wie Radieschen, Salate und Kräuter, Spitzkohl und Frühjahrswirsing. Der Frost erschwert unsere Arbeit allgemein hat aber auch seine positiven Seiten: Viele unerwünschte Pflanzen (Unkräuter) sind frostempfindliche und sterben ab oder werden zumindest reduziert, ebenso auch Schadinsekten, allerdings in der Regel auch deren Feinde. Auch Schnecken und Mäuse leiden unter dem Frost. Das Gefrieren der Böden hat auch eine gute Krümmelwirkung, so dass der Bodenzustand nach dem Frost oft optimal ist. Allerdings muss man dann bei der Bodenbearbeitung, dann auch besonders vorsichtig sein, damit man diese Gefüge nicht zerstört.

Palmöl – oder: Die Suche nach der eierlegenden Wollmilchsau

 

Mehr Informationen zur „Faires Bio-Palmöl“-Initiative von Rapunzel & zum Palmöl-Forum 2016

 

 

 

 

 

Liebe Kunden, das Thema „Palmöl“ beschäftigt uns schon seit längerer Zeit, daher wollen wir auch denen, die mit der Problematik noch nicht allzu sehr beschäftigt sind, einmal Einblick in das „Dilemma“ verschaffen:

Die Umweltschutzorganisation WWF geht davon aus, dass mittlerweile in jedem zweiten Produkt, welches in Supermärkten erhältlich ist, Palmöl steckt. Bei vielen Produkten ist weder bekannt, noch offensichtlich, dass sie Palmöl enthalten – zumeist versteckt es sich hinter der nebulösen Angabe „pflanzliches Öl“. Man geht davon aus, das rund 70 % für Nahrungsmittel, 25 % für Industrie und 5 % zur Energiegewinnung genutzt werden. Mit 60.000.000 Tonnen verzeichnet das Palmöl einen Marktanteil von rund 30 % – alleine Deutschland importiert jährlich etwa 1,8 Millionen Tonnen. Zum Vergleich: Der Riesenflieger A380-800 hat ein maximales Startgewicht von 560 Tonnen. Man stelle sich also rund 3214 dieser vollbesetzten und vollbetankten Riesenflieger vor…  Oder Alternativ 112 Afrikanische Elefanten – pro Flieger… also bescheidene 359.968 Elefanten (zur Einordnung: Bochum hat etwas über 360.000 Einwohner – die allesamt kleiner und leichter sind als Elefanten – und der Gesamtbestand an allen Afrikanischen Elefanten wird auf 400-500.000 Tiere geschätzt). Und dann hätte man sich nur den kleinen deutschen Importanteil vor Augen geführt…

60 Millionen Tonnen müssen aber auch erstmal angebaut werden. 1 Hektar Plantage bringt einen Ertrag von rund 3,5 Tonnen pro Jahr. Der Platzbedarf ist somit enorm. Die mit Abstand größten Produzenten sind Indonesien und Malaysia, wo sich die Anbauflächen seit 1990 verzehnfacht haben – zu Lasten der tropischen Wälder mitsamt vielfältigen Flora und Fauna. Die Flächenkonkurrenz zum (tropischen) Regenwald stellt somit eins der Hauptprobleme dar – neben der häufig anzutreffenden Ausbeutung und Kinderarbeit. Demgegenüber ist Palmöl aber auch äußerst effizient: Es ist im Anbau 3x so ertragreich wie Raps und im Vergleich zum zweitwichtigsten Pflanzenöl, Soja, wird für den gleichen Ertrag etwa sechsmal weniger Fläche benötigt. Soja und Kokos wachsen in den gleichen Regionen wie die Ölpalme – eine Ausweitung dieser Anbauflächen (von denen aufgrund der geringeren Erträge logischerweise mehr benötigt werden, sofern man vollständig auf Palmöl verzichten wollte) würde die tropischen Wälder ebenfalls und wohl noch viel stärker in Mitleidenschaft ziehen. Alleine um bei Deutschland mit den 1,8 Mio. importierten Tonnen Palmöl zu bleiben: Würden wir diese Menge durch heimischen Rapsanbau kompensieren wollen, so müssten die derzeitigen rund 1,3 Millionen Hektar um fast 800.000 Hektar erweitert werden. Das ist in etwa die Fläche aller kanarischen Inseln zusammen. Zudem ist es überaus vielseitig: Aufgrund seiner Aushärtung bei Zimmertemperatur wird es in der Lebensmittelindustrie sehr häufig eingesetzt (prominente Beispiele: Schokolade, Margarine,…), findet Verwendung in der Schmieröl- und Kunststoffherstellung, wird aufgrund der chemischen Zusammensetzung bei der Erzeugung bio-basierter Tenside bevorzugt genutzt u.v.m. Und dabei ist es besonders eins, was für die konventionelle Industrie nach wie vor auch ein Kernpunkt ist: Unschlagbar billig.

Unser Partner Rapunzel  hatte daher zum „Palmöl-Forum“ eingeladen. Das Resümee dieser Veranstaltung, an der Produzenten, Händler und Verbraucher teilgenommen haben: Die Ölpalme ist eine Pflanze wie jede andere Kultur und kann einen sinnvollen Beitrag zur Ernährung und Rohstoffversorgung leisten. Entscheidend ist dabei allerdings, wie diese angebaut und zu Palmöl verarbeitet wird. Als Konsequenz dieser Veranstaltung wurde die „Legauer Erklärung“ (s.u.) verabschiedet, die sich mit der Forderung nach der Schaffung unverzüglicher Rahmenbedingungen für nachprüfbare an Ministerien und öffentliche Institutionen richtet Kleinflächiger Anbau durch Kleinbauern, keine Primärwaldrodung, Einbindung des Anbau- und Produktionsprozesses in die gewachsenen Strukturen vor Ort, Sicherstellung von hohen Sozialstandards und faire Preise – diese Grundlagen setzt Rapunzel bereits seit 1993 um, als sie das weltweit erste Bio-Palmöl initiiert haben.  Die Zertifizierung des Anbau- und Produktionsprozesses, sprich: Transparenz und Nachvollziehbarkeit, ist einer der ersten Schritte auf dem langen Weg zu einem umweltverträglichen Anbau. Weitere Forderungen des WWF sind zudem der ausschließliche Einsatz von zertifiziertem Palmöl sowie die deutliche Reduzierung des Verbrauchs, insbesondere der Verzicht bei der Energiegewinnung.

Schon gewusst…?

Palmöl findet sich nicht nur in Nougatcremes, Schokolade & Margarine, sondern auch versteckt in vielen anderen Produkten -oftmals auch nebulös als „pflanzliches Öl“ bzw. „pflanzliches Fett“ deklariert. Insgesamt gibt es fast hundert verschiedene Deklarationen für Palmöl-haltige Inhaltsstoffe.

 Brühwürfel & Fertiggerichte

Aus geschmacklichen Gründen, aber auch zur Verlängerung der Haltbarkeit (Palmöl wird nicht so schnell ranzig) und zur einfachereren Abfüllung für die Hersteller, wird hier Palmöl eingesetzt. Aber keine Sorge: Unsere Produkte sind frei davon!

Reinigungsmittel

Obwohl Reiniger und Waschmittel auf Tensiden basieren, unterscheiden sie sich in ihrer Zusammensetzung. Grundsätzlich wäre zwar der Einsatz anderer Öle möglich, zumeist hapert es jedoch an der Sättigung der verwendeten Rohstoffe. Für einen guten Reiniger werden somit möglichst gesättigte Fettsäuren benötigt, da diese deutlich stabiler sind und hierdurch eine gleichbleibende Reinigungsleistung erzielen, während „instabile“ Verbindungen leicht mit Umgebungsstoffen reagieren und daher eher ungeeignet sind. Gänzlich ohne kommen unsere Produkte von Ecover, Sonett, Sodasan und Klar nicht aus, dafür stammt der Rohstoff aber aus kontrolliert ökologischem Anbau. Gleiches gilt auch für die Unternehmen, die uns mit

 Müsli

beliefern. So führt der Einsatz von Palmöl unter anderem dazu, das man auf den Prozess der Fetthärtung verzichten kann. Zudem kann sich der Geschmack der übrigen Zutaten besser entfalten, da es geruchs- und geschmacksneutral ist. Rapunzel als Vorreiter (s.o.) sowie Allos, Alpen, Barnhouse & Co. beziehen die Rohstoffe jedoch auch transparent und nachvollziehbar aus ökologischem Anbau.

Kundeninformationen
 

von Petra Graute-Hannen

Was ist an bio-Lebensmitteln anders-besser…..? Bestimmt wurden Sie das auch schon mal von Bekannten gefragt. Das in Gänze zu argumentieren, würde den Platz hier sprengen, wir möchten Ihnen immer wieder von unserem Anbau erzählen, von Kollegen und ihren Produkten. Geschichten und Informationen, um Dinge zu erklären, neugierig zu machen und auch Verständnis wecken. Bei uns hört die Ökologie aber nicht beim Anbau auf, sondern betrifft alle Lebensbereiche. Viele Themen gehen ineinander über z.B. eine Darstellung unseres Tomatenanbaus mit Sorten, Düngung und Aufzucht und schon ist man bei Unabhängigkeit von Konzernen (Übernahme von Monsanto durch Bayer) , Energiefragen und Fairem Handel…..für die wir auch gerne aktiv sind und eintreten. 

Sie sind es gewohnt, dass wir Ihnen die Schrot& Korn der Ökokiste beilegen bzw. diese im Hofmarkt ausliegt. Diese Zeitschrift recherchiert und berichtet schon seit vielen Jahren und so bezahlen wir Diese gerne für Sie als externe Infoquelle. Es gibt ja auch immer wieder Aktionen und Veranstaltungen, die aus unserer Sicht wichtig, spannend…..sind, sodass wir Sie dazu einladen wollen oder uns Ihre Unterstützung für die Branche, aber auch die Ökologisierung unserer Gesellschaft wünschen. Diese Beilagen sind aber keine Werbung für einzelne Unternehmen oder Firmen und wir möchten das auch nicht inflationär gestalten und lassen uns da auch nicht kaufen! Ob bei diesen Beilagen dann evtl. noch Jemand anders etwas einlegen konnte, wissen wir vorher auch nicht und finden das auch nicht immer gut. Wenn Sie z.B. nur die Schrot und Korn möchten oder trotz unserer guten Absicht gar nichts, sagen Sie uns Bescheid, wenn Sie Ökokisten Kunde sind, wir regeln das dann für Sie mit einer Bemerkung für die Packer/innen. Aktuell haben wir, die Betriebe des Ökokisten Verbandes, eine Aktion mit der Firma Rapunzel, wo Sie einige tolle Produkte im Set bestellen können und anbei ein Brief des Rapunzel Chefs Joseph Wilhelm (s. links) beiliegt zu unserem gemeinsamen Anliegen „bio“ weiterhin aktiv mit zu gestalten und das nicht um jeden Preis.

Wir suchen Verstärkung! + + + Verkäufer (m/w) + + + Kommissionierer (m/w) + + + Kundenbetreuer (m/w) + + +
Im Rahmen unseres nachhaltigen Wachstums suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt Verstärkung in den nachfolgenden Arbeitsbereichen:

  • Verkäufer (m/w) für unseren Hofmarkt
  • Packer / Kommissionierer (m/w) für unser Gemüse-Abo
  • Kundenbetreuer (m/w) für das Gemüse-Abo
Verkäufer (m/w)

Wir bieten eine interessante und abwechslungsreiche Aufgabe in einem familiengeführten, dynamischen und aufstrebenden Betrieb.
Sie sind freundlich und Kundenorientierung hat bei Ihnen oberste Priorität. Mit Engagement und Flexibilität meistern Sie die tägliche Herausforderung im Verkauf. Sie begreifen Bio-Lebensmittel als Ware, für die Sie sich begeistern und mit denen Sie bereits Erfahrung gesammelt haben.Zu Ihrem Aufgabenbereich gehören Verkauf, Kundengespräche und Regal-bzw. Warenpflege. Wenn Sie Erfahrung im Bestellwesen haben, möchten wir das gerne ausbauen. Die Stelle umfasst ab 25 Stunden  vor-/nachmittags, auch bis 40 Stunden möglich.Auf Ihre ausführliche und aussagekräftige, schriftliche Bewerbung freuen sich:
Bioland Lammertzhof Fam. Hannen GbR
Petra Graute-Hannen und Heinrich Hannen
41564 Kaarst-Büttgen
Packer/Kommissionierer (m/w)

Unser rotierendes Packplatzsystem bietet begrenzten Spielraum bei den Arbeitszeiten, die zwischen 6.00 Uhr und 19.00 Uhr liegen. Hauptarbeitstage sind Dienstag bis Donnerstag. Sie begreifen Bio-Lebensmittel als Ware, für die Sie sich begeistern und mit denen Sie bereits berufliche Erfahrung gesammelt haben? Sie kombinieren gerne geistige und körperliche Arbeit? Sie sind in Hinblick auf Früh- und Tagesschichten flexibel, engagiert und belastbar?
Wie wäre es dann mit den folgenden Aufgaben?Gemeinsam mit Ihren Kolleginnen und Kollegen sind Sie für die ordnungsgemäße Bestückung unserer „Ökokisten” verantwortlich. Der Auf- und Abbau des Packplatzes, die Bestandskontrolle, Vorkommissionierung sowie die Mitarbeit bei der Verpackung unserer Waren runden Ihr Aufgabengebiet ab.Auf Ihre ausführliche und aussagekräftige, schriftliche Bewerbung freut sich:Bioland Lammertzhof
Gemüse-Abo Petra Graute-Hannen
41564 Kaarst-Büttgen
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Kundenbetreuer (m/w)

Sie begreifen Bio-Lebensmittel als Ware, für die Sie sich begeistern? Sie haben Spaß am Kundenkontakt und an der Arbeit in einem kleinen Team? Sie arbeiten zuverlässig eigenständig, verfügen über Kenntnisse gängiger Office-Programme und interessieren sich für Obst und Gemüse?

Wie wäre es dann mit den folgenden Aufgaben?

Als erster Kontakt zu unseren Kunden sind Sie die Visitenkarte unseres Unternehmens: Von der Bestellannahme oder -änderung über die Stammdatenpflege bis hin zum Reklamationswesen nehmen unsere Kunden Sie telefonisch oder per Email als freundlichen, fachkundigen Ansprechpartner wahr. Intern bilden Sie die Schnittstelle zwischen Büro, Kommissionierung und Auslieferung. Bei entsprechender Eignung kann diese Stelle perspektivisch auch als Teamleitung besetzt werden.

Auf Ihre ausführliche und aussagekräftige, schriftliche Bewerbung freut sich:

Bioland Lammertzhof
Gemüse-Abo Petra Graute-Hannen
41564 Kaarst-Büttgen

 ! Mehr Informationen zu unseren angebotenen Stellen, den Aufgaben und Tätigkeitsfeldern finden Sie auf www.lammertzhof.net/jobs/ !
Biosybaris Clementinen
von Petra Graute-Hannen

Die Genossenschaft „Carpe natura“ in der Sybaris Ebene vertreibt unter dem Markennamen „biosybaris“ seit 20 Jahren Zitrusfrüchte, in Deutschland exklusiv über unseren Bio Großhändler Weiling. Diese fruchtbare Gegend liegt in einem Flussdelta in Meeresnähe. Zur Nachvollziehbarkeit wird bei der Anlieferung der Erzeuger für die Partie eingescannt, es gibt Genossenschaftsmitglieder mit Demeter, Naturland bzw. EU-Zertifizierung. Qualitätskontrollen finden beim Waschen und am Sortierförderband statt. Gewichte und Kaliber werden in einer Maschine über 2 Förderbänder an die verschiedenen Abpackstationen transportiert. Wird in z.B. 500g Netze abgepackt, zeigen verschiedene Farben die Größe an. Sie sind stolz darauf, besonders viele Frauenarbeitsplätze bieten zu können. Auch ein ganz neues Firmengebäude mit Mitarbeiteraufentaltsräumen, Kantine und Büros konnten wir besichtigen und da die Büros noch nicht fertig bezogen waren, mit einer tollen (Tanz) Party einweihen.
In fast jedem Gericht des wunderbaren Essens wurden auch die eigenen Produkte verwendet, besonders lecker fand ich einen Salat mit Clementinen, Granatapfel, Rauke und Walnüssen. Clementinenbäume wachsen 30-50 Jahre, die erste Ernte beginnt mit etwa 4-5 Jahren. Sie sind auch veredelt auf der Grundlage einer sogenannten Citrange, die Hauptsorten sind die frühere Communa und danach Hernandina, Satsumas gibt es weniger (wegen der Kerne). Als Untersaat wird Cima di Rape eingesät, diese wird aber nicht geerntet, sondern nur gemulcht. Ein pH Wert von 7 ist am Besten für Zitrusfrüchte, sie liegen dort eher bei 8 und es wird alle 2 Jahre mit Mist gedüngt. Es gibt drei Erntedurchgänge, man schafft ca. 70- 80 kg pro Stunde. Hier liegt schon ein großer Unterschied zum konventionellen Anbau, die u.a. mit dem Einsatz von Blüh- und Abreifhormonen arbeiten und hier Zeit und Kostenvorteile haben. Auch wird anders geschnitten in den Bäumen und hinzu kommt natürlich die Düngung.

Außerdem konnten wir einen Hain der Familie Penisci besichtigen, die die Genossenschaft auch mit gegründet haben. Dies war ein ganzer Hang mit insgesamt 20 ha Pfirsichen, 4 ha Aprikosen und 26 ha Oliven, der fast 30 Jahre nicht bewirtschafte wurde und die Bäume erst wieder freigearbeitet werden mussten. Es war eine wunderbare Lage und das lag nicht nur am Abendrot. Ein kräftiger Wind hilft hier z.B. auch gegen Schädlinge. Wasser wird über im Boden verlegte Tröpfchenschläuche wasserschonend verteilt. Hier konnten wir die für den Demeter Anbau besonders wichtige Kompostanlage sehen, wo sie von bio und nicht bio Betrieben (aber mit Freilauf) Mist zukaufen und dann aufbereiten. Welche Dünger zugelassen sind und in welcher Menge ist ja immer ein wichtiger Unterschied beim Anbau nach Demeter (z.B. 40 kg Stickstoff/ha vor Allem über den Kompost)Naturland (z.B. 90 kg Stickstoff)und EG Bio Richtlinien, neben den zugelassenen Mengen für Kupfer als Mittel gegen Pilze. Dadurch sind Ertragsunterschiede begründet, aber auch wie wir oft feststellen, Geschmacksunterschiede und die Art, wie man im Gesamtaspekt den Anbau begreift und gestaltet. Sie bauen ein Schulprojekt auf, wo die Kinder und Jugendlichen mithelfen z.B. beim Freischneiden und damit Zugang zum Bio Anbau finden können.
Termine
mehr Termine unter http://www.lammertzhof.net/aktuelles/

21.02.: Podiumsdiskussion „Anders leben“

Um 19 Uhr im Kulturforum „Alte Post“ in Neuss, zu Gast u.a. Heinrich Hannen.

27.02.: Rosenmontag: Hofmarkt geschlossen

An Rosenmontag bleibt der Hofmarkt geschlossen. Wir danken für Ihr Verständnis!

04.03.: Vorstellung Regionalwert AG

Die Regionalwert AG Rheinland (http://regionalwert-rheinland.de) stellt sich in der Gemüse-Packhalle auf dem Lammertzhof vor.

11.03.: Saatgutfestival Düsseldorf

Von 11 bis 17 Uhr findet im Geschwister-Scholl-Gymnasium (Redinghovenstr. 41, Düsseldorf) das Saatgutfestival statt. Mehr Infos gibt es unter www.saatgutfestival.de

07.05.: ADFC Fahrrad*Sternfahrt NRW 2017

Unter dem Motto „Fahrrad wählen!“ veranstaltet der ADFC Düsseldorf e.V. am Sonntag, den 07. Mai eine Fahrradtour entlang der rund 18 km langen Innenstadtroute in der Landeshauptstadt. Mehr Infos folgen in den kommenden Wochen auf www.adfc-sternfahrt.org

Bioland Lammertzhof
Familie Hannen GbR
Neu Lammertzhof
41564 Kaarst
Tel 02131 75747-0
Fax 02131 75747-29

www.lammertzhof.de
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