Februar 2016

Liebe Kunden,

am 29.02. endet der meteorologische Winter. Ob damit auch das Wetter wieder beständiger wird? Wir wissen es leider nicht. Ein milder Winter ist zwar angenehmer als bibbernde Kälte, hat aber für die Landwirtschaft natürlich auch Vor- und Nachteile: Die Anbauplanung muss angepasst werden, Pflanzenkrankheiten können sich leichter ausbreiten, die Zahl der Schädlinge geht nur leicht zurück – dafür bleibt aber auch das Niveau der Nützlinge relativ konstant. Auch das Wachstum bzw. die Vegetationsentwicklung wird positiv von den milderen Temperaturen beeinflusst. Da der März unmittelbar vor der Türe steht, bereiten wir die Felder für die neue Aussaat vor um dann hoffentlich eine gute Ernte einfahren zu können. Apropos gute Ernte: Es gibt auch zwei Auszeichnungen zu feiern. Für das Vermarktungskonzept der heimischen Produkte wurde die von uns mitgegründete Bio-Region-Niederrhein im Rahmen der „Grüne Woche“ mit dem 1. Platz im Regional-Star Branchenwettbewerb ausgezeichnet. Und bei der Schrot & Korn-Leserwahl „Beste Bio-Läden 2016“ erhielt unser Hofmarkt die Bronze-Urkunde. Erfreuliche Nachrichten und Grund genug, uns auch weiterhin mit Aussaat und Pflege von Pflanzen und Projekten zu beschäftigen. Ob man die Ernte noch selber einfährt, oder ob Nachfolgende die Früchte der Arbeit ernten – darum geht es im übertragenen Sinne auch bei einer Veranstaltung am 29.02.2016. Mehr dazu lesen Sie unter „Veranstaltungshinweis in eigener Sache“. Vielleicht sehen wir uns ja vor Ort und kommen ins Gespräch?
Herzliche Grüße senden,

Unterschrift

Petra Graute-Hannen und Heinrich Hannen

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Bio-Region-Niederrhein e.V.: Sieger im Branchenwettbewerb

Der vom Lammertzhof mitgegründete Verein wurde für seine regionale Vermarktung von heimischen Bio-Produkten mit dem Regional-Star 2016 ausgezeichnet. Die Fachzeitschrift LEBENSMITTEL PRAXIS zeichnete zusammen mit der „INTERNATIONALE GRÜNE WOCHE“ Konzepte aus, die unter nachhaltigen Aspekten die Vermarktung regionaler Lebensmittel fördern. In der Kategorie Organisation wurde die von uns mitbegründete Bio-Region-Niederrhein, ein Zusammenschluss von über 30 ökozertifizierten Betrieben aus dem niederrheinischen Gebiet, ausgezeichnet. Die Fachjury lobte insbesondere, wie die Bio-Produkte “aus der Region für die Region“ vermarktet werden. Diese Vermarktung bringt viele Vorteile: Der Transportverkehr wird verringert und die erzeugten Produkte gelangen schneller und frischer zum Verbraucher. Die in der Bio-Region vereinten Betriebe können durch den internen Handel ihr Sortiment über eigene Erzeugnisse hinaus großzügig erweitern, während die Kunden von der größtmöglichen Transparenz über Herkunft und Anbaubedingungen der Produkte profitieren. Dies schafft Vertrauen und sichert bäuerliche und mittelständische Strukturen. Zugleich werden die regionenspezifische Vielfalt gefördert, attraktive Landschaften erhalten und die weitere Zerstörung fruchtbarer Böden durch Landschaftszersiedelung eingedämmt.

Sybille Sonderfeld, Vorstand der Bio-Region, nahm den Preis stellvertretend für den Verein entgegen und erklärt das Erfolgsrezept: „Die Bio-Region-Niederrhein steht für höchste Anbaustandards heimischer Produkte. Daher werden die mit unserer Marke ausgezeichneten Waren auch ausschließlich in den Hofmärkten und Fachläden unserer Mitglieder angeboten, um die Wertschöpfung bei den Erzeugern und den Betrieben vor Ort zu halten. So verbindet die Bio-Region aktiven Umweltschutz mit der Stärkung der bäuerlichen Versorger und dem ehrlichen Angebot hochwertiger, echter Produkte aus der Heimat.“

Die Bio-Region-Niederrhein

Veranstaltungshinweis in eigener Sache

Wachstum ist eine natürliche Sache – aber jedes Wachstum stößt in der Natur an seine Grenzen, hat somit ein Ende. Was bedeutet das für uns und unsere Gesellschaft? Hierüber diskutieren Heinrich Hannen vom Lammertzhof und Werner Kindsmüller, Abteilungsleiter bei der NRW.Bank und Buchautor. In dem im Sommer 2015 erschienenen Buch „Die Insolvenz der Moderne. Warum wir neue Wohlstandsmodelle brauchen.“ erklärt der Autor in einem gewaltigen Durchmarsch durch die Geschichte, wie unser Wirtschaftssystem entstand, wieso dieses insolvent ist und wie der Ansatz eines neuen nachhaltigen Wohlstandmodells für ein „gutes Leben“ aller Menschen aussehen kann. Dass ein solches Umdenken und die Umsetzung eines neuen Wohlstands- und Wirtschaftsmodells Zeit erfordert, daran lehnt sich auch der Titel der Veranstaltung im Rahmen des „Grünen Salon“ an: Der Bau einer Kathedrale war ein langwieriges Projekt. Auch wenn die Planer wussten, dass sie die Fertigstellung desGenerationenprojekts nicht mehr erleben werden, wurde dennoch der Grundstein gelegt. Hannen, Unterstützer der Gemeinwohl-Ökonomie, verspricht einen Abend mit interessanten Gesprächen, Anregungen und Gedanken.

Termin:
Die Veranstaltung findet am Montag, den 29.02.2016, um 19 Uhr im Kunstcafé EinBlick (Alte Heerstr. 16, 41564 Kaarst) statt. Der Eintritt ist frei.

Von den Feldern – und die Schafsherde wächst und wächst und wächst…

Grüne Welle in unseren Folientunneln: Schnittsalate, Mangold, Rauke, Asiasalat, Postelein, Feldsalat, Petersilie, Schnittlauch und Co. wachsen. Die Felder werden derzeit geräumt,so dass der Aussaat im März höchstens das Wetter entgegenstehen könnte. Auch die Kartoffeln sind gut vorgekeimt und können bald gesetzt werden. Zudem werden unsere Obstbäume derzeit geschnitten, was der Ernte hoffentlich zuträglich sein wird – leider mussten wir aber 3 unserer 150 Hochstämme ersetzen. Nachdem ja bereits an Weihnachten der erste Herdenzuwachs begrüßt wurde, haben wir in den vergangenen Wochen erneut Nachwuchs bekommen. Somit ist unsere Herde „über den Winter“ um insgesamt 6 Jungtiere gewachsen. Dass der neue Schafbock „Charly Schlappohr“ der Vater unserer kleinen Lämmer ist, erkennt man nicht zuletzt an den Schlappohren – und sie sind auch deutlicher gescheckt. Während „Manuel“, der an Heilig Abend geboren wurde, seinen Namen direkt hatte (sonst wäre es „Emma“ geworden), sind wir für die anderen Lämmer (3 Böcke und zwei Weibchen) noch nicht kreativ geworden. Manchmal verliert man in dem Gehüpfe und Gehopse auch den Überblick wer zu wem gehört.

Schrot & Korn Leserwahl: Bronze für den Lammertzhof

Der Lammertzhof wurde bei der Wahl „Beste Bio-Läden 2016“, durchgeführt vom Magazin Schrot & Korn, mit der Bronze-Urkunde für den Gesamteindruck in der Kategorie Hofläden ausgezeichnet. Insgesamt 61 Bewertungen wurden abgegeben. Insbesondere die hohe Kundenorientierung, der Service und die Fachkompetenz sowie Sortimentsgestaltung und das vielfältige Veranstaltungsangebot mitsamt gesellschaftlich-ökologischem Engagement wurden sehr häufig positiv genannt. Im Vergleich zum Vorjahr äußerten unsere Kunden weniger Wünsche und Anregungen – ein Beleg dafür, dass wir uns auch mit den kritischen Stimmen auseinandersetzen und uns diese zu Herzen nehmen. Die Ergebnisse veröffentlichen wir gerne im Hofmarkt an unserer „Litfasssäule“. Viele Kund/innen haben die Gelegenheit genutzt auch Hinweise zu schreiben. Dabei erkennt man, dass viele Ökokisten Kunden mitgemacht haben, aber trotzdem unser gemeinsames Gesicht der Vermarktung gesehen wird. Besonders nett fanden wir die Bemerkung „denen fällt immer noch was ein, was sie verbessern können“. So verstehen wir den Ökologischen Landbau: Manchmal mit Kompromissen, was die momentane Machbarkeit betrifft, immer orientiert am Großen Ganzen und als ständiger Prozess in Zusammenhang mit dem lebendigen Geschehen in der Natur. Die Neukunden kennen es ja von unserem Kontakt nach einigen Belieferungen, wir fragen Sie nach Ihrer Meinung und Eindrücken. Wir freuen uns, wenn Sie ganz unabhängig davon, ob Sie Hofmarkt oder Ökokistenkunde sind, uns Rückmeldungen geben.

Ökokisten-Kunden aufgepasst!

Die Osterferien nahen, bitte beachten Sie, dass wir organisatorische Änderungen haben:
In der Karwoche (21.3. bis 25.3.) liefern wir einen Tag früher. Das heißt, dass die Bestellschlüsse ebenfalls vorher sind, für die Kunden bis inklusive Tour 307 bereits am Samstag, 19.3. um 8 Uhr.
In der Osterwoche ist der Bestellschluss für die Kunden bis inklusive Tour 307 auch schon am Samstag, 26.3. um 8 Uhr. Die Urlaube teilen Sie uns bitte schriftlich mit. Am Einfachsten geht das im Internet Shop, im Kalender bitte die ganze Woche eintragen (da ja der Liefertag anders ist). Und die nächsten Feiertage sind dann auch nicht mehr weit: Im Mai gibt es Verschiebungen zu Christi Himmelfahrt, Pfingsten und Fronleichnam.

We proudly present: Rote Bete-Ketchup (Demeter-Produkt des Jahres)

Der Rote Bete-Ketchup vom Schanzenhof von Ruth und Ludger Schreiber in Alpen (bei Wesel). Ein besonderes, regionales Produkt, auf der BioFach vergangene Woche als „Demeter-Produkt des Jahres“ ausgezeichnet. Außergewöhnliche Zutat ist der Zuckerrübensirup aus eigenen Zuckerrüben, der mit der samenfesten Rote Bete aus eigenem Anbau die Grundlage für diese schmackhafte Variation bildet. Als Ketchup zeitgemäß veredelt, erfährt die nahrhafte Rote Bete eine ganz neue Wertschätzung. Wir haben den Ketchup bereits seit dem Herbst im Angebot (Art.Nr. 7511), geschmacklich zwischen Sauce und Chutney. Auch zum abschmecken und verfeinern sehr gut geeignet, z.B. für Salatsaucen.

Infos & Termine

26.02.: Verkostung Münchner Kindl Senf mit bioladen*Käse
im Lammertzhof-Hofmarkt.

13.03.: Saatgutfestival Düsseldorf
Von 11 – 17 Uhr findet im Geschwister-Scholl-Gymnasium (Redinghovenstr. 41, Düsseldorf) das Saatgutfestival 2016 statt. Mehr Infos gibt es unter: http://www.nutzpflanzenvielfalt.de/node/4571

05.05.: Christi Himmelfahrt – evangelischer Open Air Gottesdienst auf dem Lammertzhof

07./08.05.: Good-Food-Festival
Eine Veranstaltung zum Mitmachen und für die ganze Familie – mit Feinkost, Streetfood, Workshops, Verkostungen, Infoständen, Mit-Mach-Aktionen und Kinderangeboten. Im Boui Boui (Suitbertusstr. 149, 40223 Düsseldorf). http://www.goodfoodfestival.de/

30.05.-05.06.: Aktionstage Nachhaltigkeit
Wo und welche Aktionen in der Nachhaltigkeitswoche stattfinden, können Sie ab Ende Februar unter www.aktionstage-nachhaltigkeit.de nachlesen. Auch der Lammertzhof wird wieder mit einem Projekt aktiv sein.

Bioland Lammertzhof
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