Biodiversität auf dem Lammertzhof

Biodiversität ist ein Thema, das nicht nur unsern Hof, sondern auch die Anbauverbände immer mehr beschäftigt.
Doch was genau ist Biodiversität überhaupt, und was machen wir auf dem Lammertzhof dafür?
Biodiversität oder auch biologische Vielfalt ist ein Bewertungsmaßstab, bei dem die Vielfalt unterschiedlichen Lebens in einem bestimmten Landschaftsraum gemessen wird.
Unterteilt ist sie in drei Bereiche: die genetische Vielfalt innerhalb derselben Spezies, die Artenvielfalt und drittens die Vielfalt der Ökosysteme (z.B. Lebensräume wie Biotop, Biom, Ökoregion).

Und was machen wir?
Auf dem Lammertzhof stehen wir für viel Biodiversität auf dem gesamten Betrieb. Das beginnt mit einer weiten Fruchtfolge und hört bei vielen Klein- und Mittelbiotopen noch nicht auf.
Doch nun konkrete Biodiversitätsleistungen unseres Hofes in Stichpunkten:

  • Vielfältige Fruchtfolge mit über 50 verschiedenen Kulturen und auch Zeitpunkten der Saat und der Ernte, sodass es immer etwas für Insekten, als auch kleine Wildtiere wie Lerchen, Kiebitz, Hasen und Feldhühner zu futtern gibt. Auch haben diese immer Rückzugsräume, Nestbaumöglichkeiten und Versteckmöglichkeiten.
  • Streuobstwiesen, insgesamt 12.000 m², Obstbaumreihen etwa 400 laufende Meter und jetzt auch eine 200 m lange Esskastanienreihe.
  • Neben dem Streuobst und den Kastanien gibt es auch zahlreiche weitere Baumarten.
  • Hecken insgesamt etwa 600 m in unterschiedlicher Zusammensetzung von reiner Buchenhecke bis zur gemischten Hecke mit Holunder, Haselnuss, Weißdorn und Schneeball.
  • Verschiedene Erd- und Steinhügel mit offengehaltenen Stellen für erdbewohnende Insekten (wie Hummeln, Wildbienen oder Schwebfliegen).
  • Breite Feldraine mit einer oft artenreichen Vegetation.
  • Mehrere Kilometer Blühstreifen 3-9m breit mit immer mindestens 10 verschiedenen Pflanzenarten zu einem Viertel etwa auch mehrjährig.
  • Zahlreiche Mulden, in denen auch längere Zeit Wasser stehen bleibt, beziehungsweise in trockenen Perioden durch die Beregnung auch erneuert wird. Die größten und immer mit Wasser gefüllt sind das Regenauffangbecken und der Nachklärteich.
  • An den Gebäuden und auch im Baumbestand viele Ecken, Kanten, Spalten und Ähnlichem gibt es Nist-Stellen und Höhlen für Vögel und Fledermäuse, die zahlreich und vielfältig am Hof vorhanden sind.
  • Dachbegrünung, da wo es auf unseren Dächern möglich ist, machen wir schon seit 30 Jahren, mittlerweile insgesamt über 1300 m², auf 1400 weiteren Quadratmetern liegen Photovoltaik-Module, die
  • Der Verzicht auf jegliche Pflanzenschutzmittel und Kunstdünger und die Haltung der Hühner und Schafe tragen ebenfalls zur Biodiversität bei, da dadurch zusätzliche Insekten und Vogelarten gefördert werden, zum Beispiel die Schafsstelze (Bachstelze mit gelber Kehlfiederung) und diverse kotveredelnde Insektenarten und deren Fraßfeinde.
  • Bioland Lammertzhof
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