Ökokistenkontrolle

Ein Bestandteil der regelmäßigen Kontrollen auf unserem Hof ist die Zertifizierung durch die Ökokiste. Hierzu kommt mindestens einmal im Jahr ein unabhängiger Kontrolleur der ABCert und geht mit uns gemeinsam den Kriterienkatalog durch. Hierbei muss an manchen Stellen gerechnet werden, an anderen Vor Ort Dinge geprüft werden, und wieder wo anders Zahlen und Daten aus unserem Warenwirtschaftssystem geholt werden. Ein ausführlicher Rundgang über den Betrieb und alle Flächen erfolgt dabei immer.
Bei der Ökokiste gibt es Mindeststandards, die jeder Betreib erfüllen muss und für jedes Jahr neu definierte Entwicklungsthemen.
Zu den Mindeststandards gehört beispielsweise, dass keine Flugware in die Kiste kommt. Aber auch einfache Dinge, wie die konsequente und korrekte Verwendung des Verbandslogos. Ein wichtiger Aspekt, der im letzten Jahr dazu gekommen ist, ist das Erstellen einer CO2-Bilanz.
Die Entwicklungsthemen umfassen regulär 5, Themen, die allerdings aufgrund der Coronapandemie für 2020 auf vier Themen reduziert wurden:

  • Produktherkunft
    • Anteil an Regionalware: Der Betrieb handelt mit mindestens 40% Regionalware. Als „Region“ zählt ein Umkreis mit einem Radius von 200 km Luftlinie um den Betrieb (wobei wir hier mit einem Umkreis von 80 bis 100 km für Obst und Gemüse rechnen, damit es für uns noch als regional gilt).
    Folgende Produktgruppen werden zur Berechnung des Anteils der Regionalware hinzugezogen: Obst, Gemüse, Kartoffeln und Eier.
  • Kundenorientierung
    • Einbindung der Kunden: Die Kunden werden vom Betrieb aktiv in die Lebensmittelerzeugung oder -verarbeitung, wirtschaftliche Aspekte des Betriebes und/oder gesellschaftliche Verantwortung eingebunden. Hier punkten wir durch unsere Nachernte, die Foodsharer, und dem Aufruf bzw. der Teilnahme zu den verschiedenen Demos (den Corona-Maßnahmen entsprechend).
  • Kundenumfrage:
    • Der Betrieb führt mindestens einmal pro Jahr eine Umfrage zur Kundenzufriedenheit mit allen seinen Kunden durch.
    Hierzu zählt die allgemeine Zufriedenheitsabfrage nach dem Probeabo, wie auch die zusätzlichen Umfragen (Bachelorarbeit von Anna-Lena, Umfrage zur Neukundenmappe…)
  • Soziale Verantwortung
    • Ausbildung: Der Betrieb bildet selbst oder in Kooperation aus und bietet mindestens einmonatige Praktikumsplätze für studierende, FÖJ- oder Traineeplätze oder Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung laut Behindertengleichstellungsgesetz an.
  • Ökologische Entwicklung
    • Energieanlage: Der Betrieb betreibt selbst eine Biomasse- bzw. Biogas-/Wasserkraft-/Geothermie-/Solar- oder Windkraftanlage oder ist an einer solchen beteiligt. Die Anlage erzeugt mindestens 20% des betriebliche benötigten Strom- oder Wärmebedarfs.
    • Energiesparkonzept: Der Betrieb besitzt ein Energiesparkonzept mit konkreten Ist-Daten und jährlichen Entwicklungszielen über mindestens fünf Jahre im Voraus.
  • Wir sind stolz darauf, dass wir für das Jahr 2020 in allen 4 Entwicklungsthemen zertifiziert wurden.

    Bioland Lammertzhof
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