Warum es sich lohnt, bei Bio genauer hinzusehen

Bio ist nicht gleich Bio – auch bei Öko-Waren gibt es Unterschiede.
Bio-Lebensmittel gibt es heute fast überall. Im Supermarkt, in Internet-Stores, selbst bei den Discounter-Ketten ist die Auswahl fast unüberschaubar. Gerade angesichts des großen Angebots ist es wichtig, genauer hinzusehen – denn auch hier gibt es Unterschiede.

EU-Bio vs. Verbands-Bio

Trotz Bio-Siegel ist oft nicht transparent, woher die Lebensmittel stammen und unter welchen Bio-Grundsätzen sie produziert wurden. Discounter beispielsweise beziehen ihre Bio-Ware oft überwiegend durch konventionelle Agrarkonzerne mit einer Bio-Schiene, die oft nur die Mindeststandards erfüllen.
Aber auch der gekennzeichnete Unterschied zwischen EU-Bio und Verbands-Bio ist an vielen Stellen gravierend. So darf bei EU-Bio Betrieben, die übrigens auch nur teilbetrieblich umgestellt werden können, 58 kg N/ha/a (Stickstoffdüngung pro Hektar und Jahr) mehr gedüngt werden als bei den Verbänden. Auch darf konventionelle Gülle & Geflügelmist genutzt werden wenn z.B. Gülle aus Öko-Betrieben nicht zur Verfügung steht. Auch im fertigen EU-Bio-Produkt dürfen mehr als doppelt so viele Lebensmittel-Zusatzstoffe hinein, als Beispielsweise in einem Bioland-Produkt. (Falls Sie die Unterschiede noch genauer wissen möchten hier eine Vergleichsliste zwischen EU-Bio, Bioland, Demeter und Naturland)

Was die Ökokiste damit zu tun hat

Unser Ökokisten Verband hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Idee „Bio“ im besten Sinne voranzutreiben. Das sogar seit über zwanzig Jahren. Heute gibt es Ökokisten-Betriebe in ganz Deutschland. Anders als viele andere Anbieter handeln wir konsequent nach den Grundlagen des ökologischen Landbaus. Der Teil des umfassendes Bio-Sortiments (Obst, Gemüse, Milch, Käse, Eier, Fleisch & Co) den wir nicht selber herstellen, stammt, wenn es möglich, ist von Bio-Erzeugern aus der Region. Diese werden natürlich nach Richtlinien produziert. Flugware kommt gar nicht in die Kiste.
Große Teile des Ökokisten-Angebots tragen wie wir das Siegel eines Anbauverbands wie Demeter oder Bioland. In unserer Ökokiste haben wir einen Anteil von 85% an Verbandsware und 75% an regionaler Ware. Der Mindestsatz um Mitglied in der Ökokistenverband zu sein betragen mindestens 40% Verbands- und mindestens 20% Regionalware.
Dies alles stellen die Zertifizierungsrichtlinien des Verbands Ökokiste e.V. sicher.

Die Einhaltung dieser Richtlinien wird alljährlich von unabhängigen Kontrollstellen sichergestellt und nur wer das Prüfverfahren besteht, darf das Verbandssiegel „Ökokiste“ verwenden. Unsere letzte Kontrolle war am 29.04.19, wo nicht nur die Ökokisten-Kontrolle durchgeführt wurde, sondern auch die EU- und Bioland-Richtlinien-Kontrolle, die wir ohne Probleme bestanden haben.
Aber nicht nur das. Über den rein landwirtschaftlichen Aspekt arbeiten wir mit unseren Ökokisten Kollegen auch noch an vielen anderen wichtigen Themen zusammen. Gemeinsam arbeiten wir an Entwicklungsthemen wie einer alternativen Auslieferung, der Energiebilanz unserer Betriebe, die Einbindung der Kunden und vielem mehr. Auch das „Tütle“, das bei uns beispielsweise als Kistenboden und Deckel genutzt wird, wurde von uns gemeinsam entwickelt.

Bioland Lammertzhof