Neues vom Lammertzhof – II / 2018

Liebe Kunden, Freunde und Interessenten!

Bei hochsommerlichen Temperaturen kommt man sowohl auf dem Feld, als auch im Büro, doch ganz schön ins Schwitzen. Organisationsmäßig war es im Mai das – zumindest für uns klein- und mittelständische Unternehmen – Bürokratiemonster “DSGVO”, was uns beschäftigt hat. Da das Thema Daten- und Verbraucherschutz für uns jedoch kein neues Thema ist, sondern seit vielen Jahren gelebte Realität, begrüßen wir sämtliche Regelungen die diese Rechte stärken. Für unseren Newsletter – der ja bewusst ein Informationsinstrument und kein Werbe- oder Verkaufskatalog ist – haben wir bereits vor einigen Jahren das sogenannte “Double Opt-In”-Verfahren eingeführt, über das neben der bloßen Anmeldung hinaus auch eine zusätzliche Bestätigung der Anmeldung durch das Anklicken eines per Email zugesendeten Links erfolgt.

In diesem Sinne: Viele Grüße vom Lammertzhof senden


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Inhalt dieser Ausgabe:
Vom Feld || Politische Lindenblütenaktion || Kollegen (m/w) gesucht! || March against Monsanto || Neukundentag || bioladen*fair-Projekt || Termine
                                                                                   Vom Feld

Auf den Feldern explodiert zur Zeit alles – und immer wieder ist auch der hart gesottenste Bauer erstaunt, was für eine Kraft die Natur ausspielt. Diese Kraft bringt uns jetzt die neuen Kartoffeln. Auch der Spitzkohl und der Spitzwirsing sind schon fertig und das Alles neben dem Spinat, Radieschen, den Salaten und den Gurken. Die Rote Bete (im Bund) und Sellerie mit Grün sind auch schon erntefertig. es folgen die Auberginen, außerdem gibt es eine breite Kräuterauswahl. Besonders schön entwickelt sich zur Zeit das Umfeld um das Gewächshaus mit Kräuter-, Gurken- und Zucchinianbauflächen. Auch die Bienen von unserer „Hofimkerin“ Ursula passen sich da sehr gut ein. Leider geniessen auch die Kartoffelkäfer das gute Wetter und die leckeren Blätter der Kartoffeln. Da ist es gut, dass es nun wieder etwas abgekühlt ist und die Population ausgebremst. Bei den Tomaten haben wir dieses Jahr mehrere samenfeste Sorten selber angezogen, gelbe, “schwarze”, längliche….und Ruthje kam vergangenes Jahr ja schon super an.

Politische Lindenblütenaktion

Unser Partner Heuschrecke, bekannt für das große Gewürz- und Teesortiment, macht mit einer ungewöhnlichen Aktion auf ein großes Problem aufmerksam: Der „politischen Lindenblütenaktion“. Hierfür bringt Heuschrecke einen Lindenblütentee aus traditioneller Wildsammlung heraus, der als „konventionell“ deklariert wird – und zusätzlich den Glyphosatgehalt ausweist. Auf dem Rücketikett wird auf die besondere Problematik für die Umwelt hingewiesen und auf einen erklärenden Text verwiesen. Hintergrund dieser Aktion ist, das ungefähr seit 5 Jahren eine zunehmende Kontamination der Bio-Kräuter und –Gewürze mit Pestiziden aus der Agroindustrie, die durch Wind, Staub und Regen auch auf die (Bio-)Felder gelangen, beobachtet wird. Bei Heuschrecke befürchtet man inzwischen, dass in rund 2 Jahren die Lindenblüten wegen der Belastungswerte aus der Bio-Verordnung herausfallen könnten – und der wohltuende, wärmende Tee aus den Blüten des deutschen Kulturbaums Linde könnte so künftig wegen der konventionellen Ackergifte aus den Regalen der Bioläden verschwinden. Die Lindenblütenaktion versteht sich daher als eine Aufforderung an die Politik, die Pestizide der konventionellen Agroindustrie zu bändigen und Bio-Landwirtschaft sowie Verbraucher davor zu schützen. Die Bundeskanzlerin Angela Merkel hat natürlich auch ein Päckchen geschickt bekommen und es laufen parallel weitere Screenings bei Lindenbäumen z.B. in Köln (Heimat der “Heuschrecke”).

Die weiteren Forderungen der Lindenblütenaktion

  • Die Umwelt bzw. die Natur ist ein Allgemeingut, und nicht der Besitz Einzelner oder einer Generation. Es erfordert Mut seitens der zuständigen PolitikerInnen, den LobbyistInnen standzuhalten. Genau das erwarten wir von den zuständigen Ministerien: langfristige Werte gegen kurzfristige Interessen zu verteidigen und vor der Zerstörung zu bewahren.
  • Es sollte kein Bio-Bauer, keine Bio-Bäuerin, durch unverschuldete Belastungen die Bio-Anerkennung und evtl. die Existenz verlieren. Bio-Anbau bringt selbst keine Ackergifte ein. Er darf nicht zur Risiko-Lotterie verkommen.
  • Die Folgekosten der ausufernden Pestizideinbringung durch Großbauern wie Kleingärtnern sollen auf die Verursacher zurückgeführt und dürfen nicht der Allgemeinheit angelastet werden.
  • Wir rufen die EU-Politik dazu auf, in wissenschaftliche Untersuchungen zu investieren und Kataster der Pestizidkontaminationen in den Mitgliedsländern zu erstellen.
  •  Wir wünschen uns weltweite Gremien (z.B. an die UN oder an Wirtschaftsgipfel angebunden), die gemeinsam am Abbau des Chemikalieneinsatzes in der Landwirtschaft arbeiten. Dazu gehört ein Einsatz der Politik, der nationale Interessen überwindet. Genauso, wie es eine WHO und eine UNICEF gibt, brauchen wir auch ein Bodenhilfswerk.

Kollegen (m/w) gesucht!

Wir suchen engagierte Kolleginnen und Kollegen für u.a. die nachfolgenden Positionen:

Teamleiter (m/w) Lieferservice & Fuhrpark
Teamleiter (m/w) Packhalle
Auslieferungsfahrer (m/w)
Auslieferungsfahrer (m/w) E-Bike
Auszubildenden (m/w) Verkäufer bzw. Einzelhandelskauffmann / -kauffrau
Kundenbetreuung Ökokiste

Keine passende Stelle dabei? Gerne nehmen wir Ihre Initiativbewerbung entgegen!
Mehr Informationen erhalten Sie auf www.lammertzhof.net/jobs

March ag
ainsAuchMonsanto

Gegen die Agrar- und Chemiekonzerne Monsanto, Bayer und BASF sind am Samstag (19.05.2018) in Düsseldorf etwa 150 Menschen auf die Straße gegangen. Die Aktion war Teil der weltweiten Protestaktion “March against Monsanto” (Marsch gegen Monsanto). Die Teilnehmer protestierten für ökologische Landwirtschaft, gegen genetisch verändertes Saatgut und gegen Monopolbildung im Agrarsektor. Dabei stand vor allem die geplante Übernahme des US-Saatgutkonzerns Monsanto durch den Leverkusener Chemie-Konzern Bayer im Fokus.
Weltweite ProtestmärscheDie Organisatoren des “March against Monsanto” beschreiben sich selbst als Bewegung für Saatgutfreiheit, Ernährungssouveränität, bäuerliche Agrarkultur und die Achtung von Menschenrechten. Der Protestmarsch fand bereits zum siebten Mal zeitgleich in hunderten Städten weltweit statt. In Düsseldorf blieb dabei nach Angaben der Polizei alles friedlich.

(Quelle: https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/march-against-monsanto-duesseldorf-100.html)
Auch wenn die Fusion oder besser Übernahme nun gelaufen ist, wir glauben, dass es weiterhin wichtig ist, sich für Ernährungssouveränität und gegen die Machtzunahme großer Konzerne einzusetzen. Wir waren in Düsseldorf mit mehreren Traktoren und Plakaten präsent.

Neukundentag

Am 5.5. haben wir zum ersten Neukundentag eingeladen. Ab 13 Uhr trafen sich rund 20 Menschen zu einem ausführlichen Rundgang, anschließend konnten wir beim schönen Frühlingswetter unter der Birke bei Kaffee und Kuchen oder Saft und Brötchen Fragen klären und Zeit für Gespräche bieten. Wie nehmen Neukunden den Betrieb war? Geben wir genug Informationen zum Betrieb, zum Anbau, zum Zukauf usw. am Anfang an die Hand? Was ist anders beim Ökologischen Landbau? Wo sind die Unterschiede zu einem anderen Lieferservice, wie z.B. Hello Fresh, Picnic oder Kochkiste? Wie kann ich meine Bestellwünsche anbringen? Welches ist die richtige Kiste für mich? Was ist, wenn mal was nicht in Ordnung war?
Da sowohl Neukunden als auch Interessenten unserer Einladung gefolgt waren, haben wir gemerkt, dass Einzelfragen ganz wichtig waren, aber auch kleinere Diskussionen entstanden. Die Zeit verging im Nu und wir werden weitere Termine anbieten. Natürlich sind aber auch unsere offenen Führungen und die Führungen beim Hoffest Gelegenheiten für Sie, uns besser kennenzulernen und wir Sie auch. Wir freuen uns auf Sie!

bioladen*fair-Projekt in der Dominikanischen Republik

Über 10 Jahre Engagement zeigen große Wirkung. Auch mit Ihrer Hilfe sind auf der Plantage unseres Bananen-Lieferanten ein Waldorf-Kindergarten und eine Waldorf-Grundschule entstanden. Über 100 Kinder besuchen zurzeit schon diese liebevoll betreuten Einrichtungen. Danke, dass Sie durch den Kauf jeder bioladen*fair-Banane dieses wunderbare Projekt mit 1 Cent unterstützen. Überzeugen Sie sich selbst

Weitere Infos gibt es bei bioladen

Faires Handeln – Nicht nur an Aktionstagen!
Viele Produkte in unserem Sortiment sind fair gehandelt mit konkreten Projekten dahinter (geben Sie doch mal Fair als Suchbegriff auf unserere Internetseite ein). Ein plastisches Beispiel ist das bioladen* fair Projekt mit 1 cent pro Banane. Leider werden auch Bio-Bananen oft als werbewirksame Schnäppchenaktion verramscht, wir kalkulieren fair, für die Erzeuger, uns und natürlich auch für Sie. Oft finden Sie auch hinterlegte Informationen bei den Artikeln im Shop, wenn Sie diese anklicken in Ihrer Kistenvorschau.

Termine & Veranstaltungen

Was ist die Regional Wert AG, welche Mensche und Projekte stehen dahinter? Wie kann ich mit Geld oder persönlichem Einsatz die Region bio und enkeltauglich mit entwickeln? Der Rhein-Kreis-Neuss und auch das Rheinland sind unterdurchschnittlich bei den Bio Betrieben und Bio Flächen. Im Hofmarkt auf dem Lammertzhof gab es  Informationen rund um die Regionalwert AG von Dorle Gothe (Vorstand). Die Einladung war ein Netzwerktreffen zum regionalen Biomarkt im Rheinland: “Wie können wir die Potentiale noch besser nutzen?” Im Rahmen des Treffens fand auch eine Hofführung statt. Wenn Sie Fragen haben, sprechen Sie uns an oder informieren Sie sich über den Flyer oder
die Internetseite, wir sind Partner der RegionalwertAG. Regionalwert AG
23.06..: Umweltmarkt Neuss
 Am Romaneum und auf dem Marktplatz in Neuss. Die Neusser Alternative Szene zeigt “was sie drauf hat” .Wir und viele Andere sind dabei! Der Umweltmarkt war eingebettet in eine “Woche der Nachhaltigkeit”, in der es auch einen Vortrag von Nico Paech gab. Sie suchen Argumente und Informationen im Gespräch mit kritischen Menschen oder auch Anregungen, bei sich selber anfangen? Nico Paech ist DER Fachmann für Postwachstumsökonlomie und kein bisschen langweilig in seinen Vorträgen. Schauen und hören Sie nach unterhttp://www.mutbuergerdokus.de/html/aktionen/2018_06_18_woche-der-nachhaltigkeit-niko-paech-ueberfluss.htm


16.07. Betriebsausflug des Lammertzhofes
Der Hofmarkt bleibt geschlossen und auch das Büro ist nicht besetzt.

29. Hoffest am Lammertzhof am Sonntag, 2.9.2018 von 11-18 Uhr!


Am Samstag, den 18.8.ab 19.30 laden wir mit der Band JBM zum Summerjam Konzert hier am Hof ein. Eintrittskarten zum Preis von 8 € als Vorverkauf erhalten Sie auch bei uns.
Die Ökokiste vom Lammertzhof – alles Wesentliche in einem kurzen Clip erklärt
Bioland Lammertzhof
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